Die Aspisviper ist gemeinhin eher als wärmeliebendes Reptil Südwest-Europas bekannt, besitzt in Deutschland allerdings noch ein kleines, ursprünglich mit dem Schweizerischen Jura vernetztes, Reliktvorkommen. Sie ist die zweite deutsche Giftschlange neben der Kreuzotter und ist in der Regel mit 60cm-75cm ausgewachsen. Sie ist auf warme Lebensräume angewiesen, weshalb sie exponierte Bereiche im Südschwarzwald bewohnt. Hier findet sie passende Lebensbedingungen und ein ausreichendes Nahrungsangebot. Aspisviper zeigen sich äußerst Variabel in Farbe wie auch Zeichnung. Zwar sind die Männchen meist eher grau mit kontrastreicher Zeichnung, Weibchen eher braun mit kontrastarmer Zeichnung, die Varianz reicht aber von hellgrau, über dunkelgrau, braun bis hin zu roten Tieren. Prägnant für die Aspisviper ist die aufgeworfene Schnauzenspitze.

Die Aspisviper erwacht meist gegen März aus ihrer Winterruhe, bevor meist gegen April/Mai die Paarungszeit beginnt. Im Gegensatz zu der Kreuzotter, ist die Aspisviper dafür bekannt, das Sie teilweise im Herbst noch eine zweite, wenn auch deutlich reduziertere Paarungszeit durchführt.  Hier kommt es in einigen Fällen zu sogenannten „Herbstpaarungen“. Nach der Geburt der Jungtiere, meist zwischen Juli und September, verschwinden die Tiere dann meist gegen Mitte bis Ende Oktober wieder in ihren Winterquartieren.

Als Nahrung dienen der Aspisviper zumeist Nager in geeigneter Größe sowie Eidechsen. Eidechsen vor allem auch für die Jungtiere.

Gefahren sind in der Natur vor allem Raubvögel, Rabenvögel aber auch Fuchs, Marder, Wiesel und Iltis. Auch teilt sich die Aspisviper den Lebensraum in allen Habitaten mit der Schlingnatter.

Quelle:
Laufer, Fritz, Sowig (2007), Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs, Stuttgart
Kreiner (2007), Schlangen Europas, 1. Aufl., Frankfurt am Main

Text: A. Schmid (2020)

Wann ist sie aktiv?

Lebensraum

Verbreitung in Baden-Württemberg

Jungtiere

Adulttiere