Die westliche Smaragdeidechse ist durch ihre brillante Grünfärbung des Rückens (Daudin, 1802) und die vor allem im Frühjahr präsente Blaufärbung der Kehle und des Kopfes der Männchen die wohl prächtigste Eidechse Baden-Württembergs. Mit einer imposanten Kopf-Schwanzlänge von bis zu 40 cm wirken die Eidechsen doch sehr grazil und bewegen sich mit ihren relativ langen Beinen elegant sowohl auf dem Boden wie auch in Legsteinmauern und auf Büschen.

Als Lebensraum benötigt die Art einen wärmebegünstigten Standort der nicht zu trocken sein darf. Wichtig sind strukturreiche Habitate die Winterquartiere, Sonnenplätze, Versteckplätze, Eiablagegelegenheiten und ausreichend Nahrung bieten (vgl. Groddeck et al. 2006).

Von Nordspanien aus ist die Art über Frankreich, mit inselartigen Vorkommen in Südengland und Westdeutschland (vgl. u.a. http://www.feldherpetologie.de/atlas stand 2020), teilen der Schweiz, Italien bis ins westliche Kroatien verbreitet. Im Osten wird sie von der Östlichen Smaragdeidechse Lacerta viridis (Laurenti, 1768) abgelöst. Als sicheres Unterscheidungsmerkmal gegenüber der auch im Osten Deutschlands vorkommenden Schwesternart wurde bereits 1909 von Fejervary die grasgrüne Hals und Kinnfärbung der Jungtiere bei der westlichen Art erkannt.

Daudin, F.M. (1802) –  Description of Lacerta bilineata. –  In: Histoire Naturel, générale et particulièredes reptiles, ouvrage faisant suite, a l’histoire naturelle, générale et particuliére composée par LECLERC DE BUFFON, et redigée par C.S. SONNINI, vol. 3 F. Dufart, Paris. pp. 152-154.

Fejervary, G.J. v. (1909) –  Beiträge zur Herpetologie des Rhônetales und seiner Umgebung von Martigny bis Bouveret. –  Georg et Cie,.Genève S. 1-47. 1 Tafel.

Groddeck, J. & Schmidt, P. & Elbing, K. & Schneeweiß, N. (2006) –  Kriterien zur Bewertung des Erhaltungszustands der Populationen der Westlichen Smaragdeidechse Lacerta bilineata DAUDIN, 1802.  –  In: Schnitter, P., C. Eichen, G. Ellwanger, M. Neukirchen, E. Schröder & Bund-Länder-Arbeitskreis Arten (Bearb.): Empfehlungen für die Erfassung und Bewertung von Arten als Basis für das Monitoring nach Artikel 11 und 17 der FFH-Richtlinie in Deutschland. – Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Sonderheft 2: 276–277.

Wann ist sie aktiv?

Lebensraum

Verbreitung in Baden-Württemberg

Jungtiere

Adulttiere