Der Laubfrosch ist im Volksmund auch als Wetterfrosch bekannt. Bei ihm handelt es sich um einen kleinen, grazilen Froschlurch mit einer Kopfrumpflänge zwischen 4 bis 5 Zentimetern. Charakteristisch für den Laubfrosch ist seine Fähigkeit je nach Untergrund, die Farbe zu verändern. Dabei variiert die Färbung zwischen Grau-, Gelb- sowie hellgrünen bis blaugrünen Farbtönen. Typisch für die Art ist ein dunkler Flankenstreifen, der sich vom Nasenloch über das Auge entlang der Flanke bis zur Hüfte zieht und von einem weißlichen Saum umgeben ist.
Der Laubfrosch ist eine Charakterart der Flussauen und deswegen in Baden-Württemberg vor allem entlang des Oberrheins verbreitet. Er kann auch in Abbaubereichen angetroffen werden. Der Lebensraum der Art ist im Optimalfall gut strukturiert, gebüschreich und durch einen hohen Grundwasserstand gekennzeichnet. Die Laichgewässer liegen gut besonnt im Bereich von z.B. Überflutungsauen und weisen flache Ufer und ausgedehnte Röhrichtbestände auf.
Die Paarungszeit hat in warmen Mai- und Juninächten ihre Hochphase. Die Laubfroschchöre sind bereits von Weitem zu hören. Die Männchen haben eine kehlständige Schallblase und sind deutlich an ihrem lauten „Räp-räp-räp“ zu erkennen.
Die Weibchen legen mehrere Laichballen, die einige wenige bis im Schnitt 400 Embryonen enthalten können. Die Quappen werden ca. 4-5 Zentimeter groß und sind gut an ihren seitenständigen Augen zu erkennen.
Zum Nahrungsspektrum der Quappen gehören feine Algen, die von Steinen und dem Bodengrund abgeraspelt werden, aber auch kleine Wasserorganismen.
Die erwachsenen Frösche ernähren sich überwiegend von Insekten, die im Bereich der Gewässer erbeutet werden, aber auch von kleinen Käfern, Spinnen, Ameisen und Raupen.

Quellen:
Laufer, Fritz, Sowig (2007), Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs, Stuttgart

Text: S. Panienka (2020)

Wann ist er aktiv?

Lebensraum

Verbreitung in Baden-Württemberg