Die Kreuzotter ist eine recht kleine und gedrungene Giftschlange der Familie der Vipern. Sie wird in der Regel rund 60cm groß, in seltenen Ausnahmen auch größer bis über 70cm Gesamtlänge. Sie bevorzugt als Lebensräume eher kühle und feuchte Habitate, weshalb sie ihre Hauptverbreitungsschwerpunkte in Baden-Württemberg in den eher niederschlagsreichen Gebieten des Schwarzwaldes, der Schwäbischen Alb sowie in Mooren der Region Oberschwaben hat. Die Kreuzotter zeichnet sich durch einen meist ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus aus. So Sind in der Regel die Weibchen bräunlich mit einem recht kontrastarmen Zick-Zack-Muster, wohingegen die Männchen meist grau mit einem kontrastreichen Zick-Zack-Muster auftreten. Farblich ist allerdings eine große Bandbreite von braunen, grauen bis hin zu rötlichen oder gelblichen Tieren möglich. Je nach Population sind auch komplett schwarze Kreuzottern (sogenannte „Höllenottern“ im Schwarzwald, oder auch „Schwarzvipern auf der Schwäbische Alb) teilweise häufig bis hin zu prägend. So kann der Anteil dieser schwarzen Kreuzottern („Melanisten“) in einigen Populationen bis hin zu 90% der Gesamtpopulation ausmachen.

Kreuzottern erwachen meist gegen Anfang März aus ihrer Winterruhe, nach einer ausgiebigen Sonnenphase der Männchen, folgen einige Tage bis Wochen später die Weibchen und daraufhin noch die Jungtiere. Im Mai findet meist die Paarungszeit statt, welche die Männchen, je nach Farbschlag, in einem äußert attraktiven silber/schwarz zeigt. Nach rund 4-6 Monaten findet dann die Geburt der Jungtiere statt.  Je nach klimatischer Situation bewegen sich die Tiere dann meist gegen September/Oktober wieder Richtung Winterquartiere.

Als Nahrung kommen für erwachsene Kreuzottern meist Mäuse, Frösche und Eidechsen in Frage, je nach Beuteangebot bzw. Lebensraum. Für Jungtiere sind kleine Frösche sowie kleine Eidechsen essentiell, um einen adäquaten Start ins Leben zu haben.

Gefahren sind in der Natur vor allem Raubvögel, Reiher, Rabenvögel aber auch Fuchs, Marder, und Wildschweine.

Quellen:
Laufer, Fritz, Sowig (2007), Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs, Stuttgart
Kreiner (2007), Schlangen Europas, 1. Aufl., Frankfurt am Main
Otte, Bohle, Thiesmeier (2020), Schlangen Europas, 1. Aufl., Frankfurt am Main

Text: A. Schmid (2020)

Wann ist sie aktiv?

Lebensraum

Verbreitung in Baden-Württemberg

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Adulttiere